Schmuckstücke der Diersheimer Kirche sind neben dem großen Glasfenster die holzgeschnitzte Kanzel und der Altar. Auch sie stammen aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Im Jahr 1931 erhielt der in Freiburg schaffende Holzschnitzer Karl Josef Fortwängler, genannt „Schnitzersepp“, den Auftrag eine Kanzel mit Treppe zu fertigen. Die Kanzel, getragen von einem Apfelbaum zieren Motive aus dem Leben der Diersheimer:

Ährenbüschel, eine Frau mit Fruchtgarben, ein Bauer mit Sense auf dem Feld. Christus, auf der Frontseite des Altars wird von einem Mann undeiner Frau in Hanauer Tracht umrahmt. 1200 Reichsmark hatte die Kanzel gekostet und die Gemeinde musste mehrere Jahre daran abzahlen.

Ursprünglich war an Stelle des Christus wie wir es jetzt an der Kanzel sehen, das Bild „Christus überreicht Luther die Bibel“ an der Kanzel angebracht. Allerdings gefiel es vielen Diersheimern nicht. Das Bild wurde umgearbeitet und ausgetauscht als auch der Altar fertig wurde.
Inzwischen hat das Bild von Martin Luther seinen Platz im Kirchenraum gefunden.
Fortwängler wurde im Jahr 1938 dann auch beauftragt einen Altar für die Diersheimer Kirche zu schnitzen. In der Mitte zeigt der Altar das Relief „Jesus beim Abendmahl in einer Familie“. Die zwei Vollplastiken zweier betender Kinder umrahmen dieses Relief. Den Korpus des Altars baute der Diersheimer Schreinermeister Michael Schneider.

Die dargestellten Figuren an Kanzel und Altar waren allesamt Diersheimer Einwohner, die dem Holzschnitzer Modell gestanden sind.
Pfarrer Roth, der 1938 nach Diersheim kam, erinnert sich:

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Karl Josef Fortwängler (1876 – 1960) stammte aus Triberg. Dort ist auch eines seiner Meisterwerke zu besichtigen: Der holzgeschnitzte Rathaussaal zeigt Szenen aus dem Leben im Schwarzwald.






